KAMAZ eröffnet ein Werk für die Produktion von Fahrerkabinen

KAMAZ eröffnet ein Werk für die Produktion von Fahrerkabinen

Heute, am 27. Mai, fand in Naberezhnye Chelny eine feierliche Eröffnung eines neuen Werkes für die Produktion von LKW-Fahrerkabinen für KAMAZ und Mercedes-Benz statt.

Die Eröffnung eines neuen Lkw-Kabinenwerks in Naberezhnye Chelny ist ein Meilenstein in der Geschichte der Zusammenarbeit zwischen dem russischen Automobilriesen KAMAZ und dem größten internationalen Automobilkonzern Daimler AG.

Diese Produktion wird von einem Gemeinschaftsunternehmen der beiden Unternehmen "Daimler KAMAZ Rus" gesteuert.

Die Kapazität der Anlage beträgt 55.000 Kabinen pro Jahr. Die Fahrerkabinen werden an das Montageband von KAMAZ und an das Mercedes-Benz LKW-Montagewerk in Naberezhnye Chelny geliefert.

Die Inbetriebnahme des neuen Werkes mit einer Fläche von mehr als 60.000 Quadratmetern wird die Schaffung von 700 neuen Arbeitsplätzen ermöglichen.

Die Produktion hat den höchsten Automatisierungsgrad in Russland.

Das Werk verfügt über Schweiß-, Kabinenlackier- und Logistikzentren sowie eine Energiezentrale.

Nach dem Schweißen werden die Kabinen per Förderband in den zweiten Stock transportiert, danach zur Kataphorese- und Lackierlinie und dann zur Trockenstrecke.

Danach folgt ein Logistikbereich, in dem sie an die Montagelinien von KAMAZ und "DK Rus" zum späteren Zusammenbau und zur Montage auf das Fahrgestell geliefert werden.

Das neue Werk folgt den Prinzipien einer transparenten Logistik und einer schlanken Fertigung.

Die hochautomatisierte Schweißerei zur Erzielung höchster Qualität, die Anwendung innovativer Lackiertechnologien auf Basis superharter Lackmaterialien und ein automatisches System zur Beladung von Kabinen in Spezialanhänger für deren Weitertransport zu Montagelinien - all diese neuesten Technologien wurden erstmals in Russland im Werk für die Produktion von Fahrerkabinen eingesetzt.

Die Gesamtinvestitionen in den Bau des Fahrerkabinenwerks beliefen sich auf mehr als 14 Milliarden Rubel.

An der Eröffnungsfeier des neuen Werkes nahmen der Leiter der Rostec State Corporation Sergey Chemezov, der Präsident der Republik Tatarstan Rustam Minnikhanov, der Generaldirektor von KAMAZ Sergey Kogogin, der Bevollmächtigte des Präsidenten für den Wolga-Bundesbezirk Igor Komarow und der stellvertretende Minister für Industrie und Handel Alexander Morozov teil.

Von der deutschen Seite nahmen Martin Daum, Vorstandsmitglied der Daimler AG und Leiter des Geschäftsbereichs LKW und Busse der Daimler AG, Stefan Buchner, Leiter des Geschäftsbereichs LKW von Mercedes-Benz, Gerald Jank, Vorstandsvorsitzender der "DK Rus" und Mitglied des Geschäftsbereichs KAMAZ sowie Andreas Deuschle, CEO der "DK Rus", teil.

"Die Umsetzung des Investitionsprojekts im Wert von über 14 Milliarden Rubel ermöglichte es KAMAZ und Daimler, eine wirklich moderne digitale Fabrik in Russland zu errichten, die den hohen Standards von Industrie 4.0 entspricht.

Die Kapazität beträgt bis zu 55.000 Kabinen pro Jahr. Alle Prozesse im Unternehmen - von der Entscheidungsfindung über die Überwachung des technischen Zustands der Maschinen bis hin zur Lieferung der Komponenten - sind automatisiert.

Dadurch ist die Effizienz jedes Arbeitsplatzes hier fünfmal höher als in den traditionellen Werken", sagte Sergej Chemezov.

"Die Inbetriebnahme des neuen Kabinenwerks wurde zu einem wichtigen Punkt bei der Umsetzung des Investitionsprogramms auf dem Weg zum Übergang von KAMAZ zur Produktion einer neuen Modellreihe - Autos der Generation K5, - kommentierte Sergey Kogogin. - Das erste Modell der neuen Produktlinie ist der Langstrecken-LKW KAMAZ-54901 im Unternehmen, dessen Produktion wir bereits begonnen haben.

"Die Umsetzung des Projekts des Kabinenwerks ermöglicht es dem Konzern, KAMAZ bei der Aktualisierung und Modernisierung der Modellreihe zu unterstützen.

Auf diese Weise trägt die Daimler AG zur Entwicklung der russischen Automobilindustrie bei und teilt Wissen, Erfahrungen und Entwicklungen, um Produktionsprozesse so weit wie möglich zu automatisieren und zu verbessern", sagte Andreas Deuschle.