Das System der Kommunikationsmittel für Jagdflugzeuge, Hubschrauber und Drohnen

Das System der Kommunikationsmittel für Jagdflugzeuge, Hubschrauber und Drohnen

 

Das föderale Forschungs- und Produktionszentrum „NPP ‚Poljot‘“ (welches zur United Instrument Corporation gehört) hat ein neues Kommunikationssystem (KSS) S-111 für alle Luftfahrzeuge sowie ein integriertes Antenne-Feeder-System für Jagdflugzeuge der 5. Generation T-50 entwickelt.

Neue Systeme verbessern wesentlich die Qualität der Fliegerverbindung, verringern um ein Vielfaches die Radarortung des Flugzeugs und können ebenfalls auf Luftfahrzeugen verschiedener Typen, einschließlich der Ka-52 „Alligator“, verwendet werden.

„Das System S-111 unterscheidet sich von allen bisherigen Entwicklungen grundlegend durch seine technischen Eigenschaften, - sagte der Generaldirektor von United Instrument Corpotation Alexander Jakunin. - Es bietet dem Luftfahrzeug bisher nie erreichte Effizienz bei der Datengewinnung in allen Flugphasen und allen Arten von Kampfhandlungen. Zur Umsetzung dieser Funktionen verwendet man eine Paketkommunikation in digitaler Form, Breitband-Funkkanäle sowie neue Störgegenmaßnahmen, die es erlauben, die Reichweite und die Qualität der Kommunikation zu steigern“.

Das System S-111 bietet dem Luftfahrzeug bisher nie erreichte Effizienz bei der Datengewinnung in allen Flugphasen und allen Arten von Kampfhandlungen

Alexander Jakunin, der Generaldirektor von United Instrument Corporation

Die Entwickler behaupten, dass das S-111 vergleichbaren ausländischen Produkten nicht nachsteht und sie bei einigen Daten sogar übertrifft. Das System ist in der Lage, per Funkkanäle im Zentimeter-Wellenlängenbereich innerhalb einer Gruppe von Flugzeugen große Mengen von Informationen (Ton, Video, Daten von Radarantwortstationen und Kameras) in Echtzeit zu übertragen. Die Übertragungsgeschwindigkeit reicht dabei bis zu 34,3 Mbit/s.

Das Kommunikationssystem verfügt dabei über eine völlig offene digitale Architektur. Die freiprogrammierbare Plattform ermöglicht das Speichern und Aufzeichnen verschiedener Algorithmen. Bisher wurden diese Funktionen nur auf Hardware-Ebene mit separaten Produkten durchgeführt.

Die Modularität des S-111 ermöglicht es, die Anzahl der Kanäle und das Volumen der auszuführenden Funktionen zu erhöhen und es auf allen Luftfahrzeugen einzusetzen, einschließlich Hubschrauber (Mi-28NM, Ka-50, Ka-52 und Ka-62, PSV (ein zukünftiger Hochgeschwindigkeitshubschrauber)), Militär-Transportflugzeuge (IL-76, IL-112, AN-124, PAK WTA (das zukünftige Flugsystem der Transportflugkräfte)),  Jagd- und Frontflieger (T-50, MiG-31, Su-34), Fernflieger (Tu-22M3M, Tu-160M, PAK DA (das zukünftige Flugsystem der Fernfliegerkräfte)) und Drohnen verschiedener Klassen.

„Nach den gleichen Prinzipien ist bereits die Hubschrauber-Modifikation des S-403-1 für den „Alligator“ Ka-52 entwickelt worden“, - sagte der Generaldirektor von NPP „Poljot“ Alexander Komjakow. - Behördenübergreifende Tests des S-403-1 werden bis Jahresende 2014 durchgeführt werden. Derzeit bereitet sich das Unternehmen auf die Serienproduktion dieser Systeme vor und ist  im Falle eines Vertrages bereit,  dem Flugzeugbauunternehmen „Progress“ in Arsenjew 158 Kommunikationssysteme bis 2020 zu liefern. Es ist für 2015 geplant, die Tests des S-111 für das Jagdflugzeug T-50 abzuschließen und dann die Serienproduktion an den Standorten unseres Unternehmens aufzunehmen“.

Die Spezialisten von NPP „Poljot“ haben für das Jagdflugzeug T-50 und den Hubschrauber Ka-52 integrierte Antenne-Feeder-Systeme entwickelt, die es ermöglichen, die Anzahl der Antennen zu reduzieren und damit die Radarortung der Maschine um ein Vielfaches zu reduzieren.


Foto: Anton Tuschin

 

„Augenblicklich verfügen alle Subsysteme in der Ausrüstung von Flugzeugen über ihre eigenen Antennen. Die Anzahl der Antennen auf einem Luftfahrzeug kann mehrere Dutzend erreichen. Das kann die Radarortung, Kosten und die Komplexität des Objekts erheblich erhöhen. Das Antenne-Feeder-System der neuen Generation, das von NPP „Poljot“ entwickelt wurde, erlaubt es,  die Antennen für die  Empfangs- und Geberapparatur mit verschiedenen Funktionen (Kommunikation, Navigation, Identifikation, etc.) zu kombinieren und die Anzahl der Antenneneinrichtungen zu minimieren. Sie werden in der Rumpfaußenhaut eingebettet, die durch eine Radiowellen-Beschichtung geschützt wird, was den Luftwiderstand reduziert und die Radarortung des Flugzeugs verringert“, - erklärte Alexej Komjakow.