Schwabe

Schwabe

Ein Holdingunternehmen der Entwickler und Hersteller von optischen Geräten

"Schwabe" ist eine innovative Holding, die mehrere Dutzende der Unternehmen vereinigt, die den Kern der optischen Industrie in Russland bilden. Die Unternehmen der Holding verwirklichen den gesamten Produktionszyklus der neuesten optisch-elektronischen und Lasertechnik für nationale Verteidigung, staatliche und öffentliche Sicherheit, zivilen Industriezweige.

Die Holding ist ein Teil der Staatlichen Körperschaft Rostec, die größten Unternehmen von "Schwabe" gehören zum Verband der Maschinenbauer Russlands.

Das ganze Aktienpaket der Holding gehört zur Staatlichen Körperschaft Rostec. Generaldirektor der Holding ist Patrikejew Alexey Pawlowitch.

Geschichte der Holding

Die Geschichte der Holding "Schwabe" beginnt im fernen Jahr 1837. Damals gründete der Neuerer und Unternehmer Fjodor Schwabe ein Handelsunternehmen und Werkstatt zu Verkauf und Herstellung der optischen Geräte in Moskau.

In 1853 nahm die Firma Schwabe zum ersten Mal  an der Allrussischen Manufakturausstellung teil und präsentierte ein großes Teleskop, mehrere Mikroskope, Waage und Sonnenuhr. Das Debüt war sehr erfolgreich: Fjodor Schwabe wurde mit einer großen Silbermedaille ausgezeichnet.

In 1873 wurde das Unternehmen in ein Handelshaus "F. Schwabe" und in 1912 in eine Aktiengesellschaft  F. Schwabe" umgewandelt. Die Erzeugnisnomenklatur des Unternehmens überschritt zu diesem Zeitpunkt 4500 Einheiten.

In 1905 unterzeichnete die Regierung unseres Landes die Vereinbarungen über die Eröffnung von Niederlassungen der deutschen Firmen Carl Zeiss und Herz in Riga. Nach dem Beginn des ersten Weltkrieges sind die Werke zum Staatseigentum  geworden und waren aus Riga nach Petrograd evakuiert, wo in 1916 beide Unternehmen vereinigt wurden, und auf ihrer Basis wurde das erste in Russland staatliche optische Werk Petrogradskiy staatseigenes optisches Werk GAU gegründet. Im folgenden Jahrzehnt hat das Unternehmen seinen Standort mehrmals geändert: Woronezh, Perm, Podolsk und schließlich die Siedlung Banky in Pawschinskiy Gemeindebezirk im Moskauer Kreis.

In 1917 wurde AO "F. Schwabe" in AO "Geofisika" umgewandelt. Am Ende 1919 wurde das Unternehmen verstaatlicht. Die Hauptspezialisierung des Werks war die Herstellung von geodätischen Werkzeugen und Mikroskopen.

In 1930 wurde Unionsvereinigung der optisch-mechanischen Industrie (VOOMP) gegründet. Die Organisation dieser Struktur kann als Prototyp der heutigen Holding "Schwabe" betrachtet werden. Zu VOOMP gehörten die Moskauer Werke "Geofisika" und "Geodesiya", Leningrader GOMZ im. OGPU, LOMZ, LenSOS und GOI, sowie auch das Werk der Feinmechanik Nr. 19 und IZOS. Mit diesem Bestand existierte VOOMP bis Dezember 1936, dann ist die Vereinigung zum Teil des gegründeten Volkskommissariats der Verteidigungsindustrie (NKOP) geworden.

In 1934 wurde das Werk der  Feinmechanik, das zuvor die Nummer 19  hatte, in das Werk № 69 umbenannt.

Im September 1935 begann im Moskauer Gebiet der Bau des Werkes von Spiegelreflektoren. In 1939 wurde die erste Serie von Scheinwerferspiegel mit einem Durchmesser von 1,5 m für Fliegerabwehrlafetten der Luftverteidigung produziert. Produktion markierte die Geburt eines neuen Unternehmens in der Geschichte der optischen Industrie in unserem Land. Das ist Lytkarinskiy Werk des optischen Glases.

In 1935 wurde auch der Bau des "Kindes des zweiten Fünfjahrplanes" - Zagorsker optisch-mechanischen Werkes gestartet.

In 1937 wurde das Werk der Feinmechanik № 69 aus dem Volkskommissariat der Verteidigungsindustrie ins Kommissariat für innere Angelegenheiten mit dem Namen "Spezialwerk von NKWD" übertragen. Nach einiger Zeit wurde es zu einem der fortschrittlichen optisch-mechanischen Unternehmen des Landes.

In 1939 arbeiteten etwa 25 000 Menschen  in den Werken der optisch-mechanischen Industrie des Landes. Vor dem Krieg bekamen alle den Status der Geheimhaltung.

Im Oktober 1941 wurde das Werk der Feinmechanik № 69 nach Novosibirsk evakuiert. Im Februar 1942 wurde durch die Anordnung des Volkskommissars für Bewaffnung der UdSSR beschlossen, ein neues Unternehmen auf den freien Flächen des Werkes № 69 zu gründen. Dieses Unternehmen wurde das staatliche optische Unionswerk № 393, später in Krasnogorskiy Maschinenwerk umbenannt.

Durch die Entwicklung und Lieferung der hochtechnologischen Produkte von militärischem Zweck an die Front haben die Werke der optisch-mechanischen Industrie einen bedeutenden Beitrag zum Sieg über das faschistische Deutschland geleistet.

In der Nachkriegszeit begannen die Unternehmen allmählich, den Anteil der Produktion von Zivilwaren zu erhöhen. So erschien in 1946 in der UdSSR  die Fotokamera "Moskva-1", ein wenig später begann das Krasnogorsker Werk   die kleinformatige Kamera "Sorky", die zu einem der Symbole der Stadt geworden ist, zu produzieren, und in 1952 erzeugten die Konstrukteure die erste inländische Spiegelkamera "Zenit".

1946 begann das Werk in Lytkarino die Organisation der Produktion vom optischen Glas. Man plante die Kapazität des Unternehmens in Höhe von 1200 Tonnen des Glases pro Jahr. Dieser Umfang deckte den ganzen Bedarf der Industrie des Landes an optischen Materialien.

Die zweite Hälfte der 1950er Jahre wurde zu einem der erfolgreichsten in der Geschichte des nationalen optischen Gerätebaus und Wissenschaft. Die revolutionäre Entdeckung von Wissenschaftlern und die Entwicklung des Weltraums schufen zusätzliche Möglichkeiten für die Entwicklung der optischen Industrie. Zu dieser Zeit erhalten die Produkte von den sowjetischen Unternehmen die höchsten Noten auf der internationalen industriellen Ausstellungen, die Werke der russischen Wissenschaftler finden Anerkennung in der Welt der professionellen Gemeinschaft.

Am 12. April 1957 wurde in Kazan eine Zweigstelle des staatlichen optischen S.I. Vavilov - Instituts eröffnet.  (FGOI). Das Unternehmen kombinierte zunächst die Durchführung von Grundlagenforschung und angewandte Forschungsarbeit mit der Entwicklung spezifischer technologischer Prozesse zur Herstellung von Ausrüstung und Geräten für militärische Zwecke und Volkswirtschaft. In 1966 wurde FGOI in das Staatliche Institut für angewandte Optik (GIPO) umgewandelt.

In 1964 erhielt das Werk № 217 einen offenen Namen UOMZ - Uraler optisch-mechanisches Werk. In dieser Zeit übernahm das Unternehmen die führende Position in der Welt bei der Herstellung von Optik für die Luftfahrt und wurde einer der Pioniere im Bereich der Herstellung von Lasertechnik.

Alle Unternehmen der optischen Industrie, die seit den 1960er Jahren an der Umsetzung von staatlichen Programmen zur Erforschung der Raumfahrt beteiligt waren, sind heute ein Teil der Holding "Schwabe".

Die 1960er Jahre waren nicht nur durch die aktive Erforschung des Weltraums, sondern auch durch die Entwicklung von Lasertechnologien geprägt. Die Regierung der UdSSR hat ein großangelegtes Programm zur Durchführung der Forschung auf dem Gebiet der Laser und die Erzeugung von Geräten auf deren Basis gestartet.

Bald wurde das Forschungsinstitut "Polus" gegründet, in dem die Entwicklung im Bereich der Quantenelektronik sofort begann. In 1964 wurde hier das erste Lasergyroskop in der UdSSR produziert.

In 1969 wurde das Zentrale Konstruktionsbüro "Luch" (später NPO "Astrofisika") gegründet, um leistungsstarke Laser verschiedener Art und Zwecke zu erzeugen. Hier wurde in 1980 der erste Laserradar für luftkosmischen Raum LE-1 erzeugt.

Zusammen mit der Erfüllung der Aufträge für die Rüstungsindustrie des Landes entwickelten und verwirklichten die optischen Unternehmen der UdSSR eine Serienproduktion von einzigartigen medizinischen Geräten. Seit Mitte der achtziger Jahre wurde einige Werke auf die Produktion von Zivilwaren umorientiert: statt Feldgläser begann man  touristische und theatralische Ferngläser, statt der militärischen Zieleinrichtungen die Sport- und Jagdvisiere, statt der militärischen Nachtsichtsysteme  die Sicherheitssysteme der Videoüberwachung zu produzieren.

Heute entwickeln und produzieren die Holdinggesellschaften verschiedene Arten von Produkten für Forschung, Industrie, Bau, Gesundheit, Erholung und Tourismus.

"Schwabe" heute

Holding "Schwabe" verfügt über einzigartige Technologien im Bereich der Entwicklung und Produktion von optischen Materialien, Hydro- und Akustooptik, Tieftemperaturoptik, hochenergetischer Laser, sowie im Bereich der Verarbeitung von großformatiger astronomischer Optik.

In den Organisationen der Holding arbeiten mehr als 18 000 hoch qualifizierte Spezialisten, darunter gibt es mehr als 4000 Konstrukteure und Entwickler, die über unschätzbare Erfahrung und Wissen verfügen, die erfolgreich in neue Produkte von "Schwabe" eingebracht werden.

Produkte

Die Hauptrichtungen der Tätigkeit von "Schwabe" sind Entwicklung und Serienproduktion von optischen und Lasersystemen und Komplexen, modernen optischen Materialien und Technologien, Maschinenbau, wissenintensiver Medizintechnik, Fotoempfänger, Luft-und Raumfahrt-Überwachungssysteme und Fernerkundung der Erde, Geräten für wissenschaftliche Forschung, energiesparende Beleuchtung, Nanomechanik und anderen hochtechnologischen Produkten.

Die Nomenklatur der vom Betrieb produzierten Erzeugnisse überschreitet 6500 Einheiten. Wettbewerbsfähige Produktion von "Schwabe" ist populär und wird immer hoch geschätzt von den Verbrauchern in 95 Ländern der Welt.

Entwicklung und Innovationen

Die Philosophie von "Schwabe" ist Schöpfung, Mut in Entscheidungen bei der Entwicklung und Erzeugung von innovativer Produktion und tägliche Bewegung vorwärts.

Derzeit führen die Holdinggesellschaften gleichzeitig mehrere innovative Projekte in Medizin, optischer Produktion und Beleuchtung durch.

In "Schwabe" gibt es die Management-und Fachkommissionen für die innovative Entwicklung der Unternehmen, die zu Holding gehören. Die Kommissionen unterstützen neue Projekte und fördern die Einführung fortgeschrittener Entwicklungen in der Produktion.

Für heute beträgt das Entwicklungsportfolio der Holding 2149 Objekte des geistigen Eigentums. Die Unternehmen der Holding erhielten 1606 Patente und Zertifikate, darunter 150 im Ausland.

"Schwabe" ist ein führender russischer Hersteller von optischem Glas, Glaskeramik und Lichtwellenleiter für die Übertragung von Licht und Bild, großen astronomischen Spiegeln, kosmischen Objektiven, verschiedenen optischen Teilen und Geräten.

Die Holding forscht und entwickelt mit Laser- und optischen Technologien, die bezogen auf ihre Daten und Fähigkeiten von Komplexen, Systemen und Geräten eigenartig sind.

In 2014 zeigte die Holding einen innovativen Laser Nanomikroskop MIM-340 zur Untersuchung der optischen Eigenschaften von Mikro-und Nanorelief der Großobjekten mit hoher für die optische Mikroskopie Auflösung. Mit Hilfe dieser Entwicklung ist es möglich, viele Probleme nicht nur in der Medizin, sondern auch in der optischen und Halbleiterindustrie in anderen Bereichen zu lösen.

Die Holding präsentierte eine experimentelle Probe eines einzigartigen Radiofrequenzkomplexes, der in chirurgischen invasiven Interventionen in der Onkologie, Dermatologie, Gynäkologie, Urologie, Veterinärmedizin und anderen Bereichen eingesetzt werden kann.

Die Nomenklatur der Neugeborenenausrüstung wurde durch ein fiberoptisches System der Phototherapie erweitert, das effektiv und schnell die Reduzierung von Bilirubin bei den Neugeborenen mit Gelbsucht fördert. Es wurde auch ein Kombiinkubator  für Neugeborene entwickelt, der die Vorteile des Inkubators und die Vorteile eines offenen Reanimationssystems kombiniert.

Darüber hinaus wurde von "Schwabe" eine multifunktionale Apparatur für Inhalationsanästhesie entwickelt. Das Gerät ermöglicht die Durchführung der anästhetischen Unterstützung bei Operationen von jeder Komplexität. Die Ausrüstung dieser Klasse wird in Russland zum ersten Mal produziert werden.

Im Sortiment der Laborausrüstung der Holding gibt es ein innovatives tragbares Spektrorefraktometer, das für die schnelle Bewertung der Qualität von Kraftstoff bestimmt ist.

Auch unter den neuen Entwicklungen gibt es ein innovativer Geschwindigkeitssensor, mit dem man die Geschwindigkeit des Transports in einem mehr- und einspurigen Strom messen kann, auch ein einzigartiger mobiler Roboterkomplex der Kernstrahlungsaurklärung, bestimmt für Suche nach lokalen Quellen von Gammastrahlung und deren Beseitigung.

Holding ist einer der führenden Unternehmer in der Produktion von optischen Geräten und Systemen, auch für den Weltraum. So werden optisch-elektronische Geräte "Geoton-L1" und Hyperspektralaufnahmegeräte GSA  von "Schwabe" werden heute in Raumkomplexen der Fernerkundung der Erde "Resurs-P" № 1 und № 2 eingesetzt. Mit Hilfe dieser Geräte wurde die informative Raumüberwachung unseres Planeten deutlich verbessert.

Die Holding beteiligte sich aktiv an der Schaffung des modernen schweren Raketen-und Raumfahrtkomplexes "Angara-A5". Insbesondere wurde von  "Schwabe"  Boden-und Bordausrüstung des Glasfaserkomplexes der Übertragung, Verarbeitung und Präsentation von Informationen des Systems der oberirdischen Messungen, die für Vorstartprüfung der Trägerrakete bestimmt ist, entwickelt und installiert. Dies erlaubte, die Nutzlast des umlaufenden Raumschiffs um 600 kg zu erhöhen und die Stückkosten der Lieferung der Ladung in den Raum deutlich zu reduzieren. Dadurch wurde die Ausrüstung leichter und zuverlässiger, die Interferenzen und der Stromverbrauch sanken und die Sicherheit der Informationsübertragung stieg. Die neue technologische Lösung hat auch die Qualität und Geschwindigkeit des Signals verbessert, das durch Lichtwellenleiter übertragen wird.

Die Liste der beleuchtungstechnischen Produkte "Schwabe" wurde durch eine innovative Sensorleuchte mit Bewegungs-und Schallsensoren erweitert.

In 2018 plant die Holding das 15% Wachstum des  Portfolios des Immaterialgutes zu erreichen.

Die Holding umfasst die größten Industrieunternehmen:

  • AO "Schwabe", Moskau

  • AO "Nationales Zentrum der Lasersysteme und Komplexe "Astrofisika", Moskau

  • AO "Schwabe - Fotopribor", Moskau

  • AO "Wologodskiy optisch-mechanisches Werk", Wologda

  • AO "NPO "Staatliches Institut für angewandte Optik",  Republik Tatarstan

  • "Staatliches optisches S.I. Vavilov - Institut", Sankt-Petersburg

  • AO "Schwabe-Issledovanija", Moskau

  • AO "Zagorsker optisch-mechanisches Werk", Moskauer Gebiet

  • PAO "Krasnogorsker S.A. Swerew-Werk", Moskauer Gebiet

  • AO "Lytkarinskiy Werk des optischen Glases", Moskauer Gebiet

  • AO "Wissenschaftliches technologisches Forschungsinstitut für optische Werkstoffkunde des Allrussischen wissenschaftlichen Zentrums "Staatliches optisches S.I. Vavilov-Institut", Sankt-Petersburg

  • AO "Novosibirsker Maschinenbauwerk", Novosibirsk

  • AO "NPO "Optika", Moskau

  • AO "NPO "Orion", Moskau

  • AO "M.F. Stelmakh-NII "Polus", Moskau

  • AO "Moskauer Werk "Sapfir", Moskau

  • AO "Produktionsvereinigung "Uraler optisch-mechanisches E.S. Jalamov-Werk", Jekaterinburg

  • AO "Schwabe -Produktionslabor", Republik Tatarstan

Website: www.shvabe.com