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24–26 мая 2017
Цифровая индустрия промышленной России
«ЦИПР-2017» — актуальная межотраслевая площадка для глобального диалога представителей промышленности, профессионалов отрасли информационных технологий, телекома, оборонного комплекса, венчурных инвесторов и государства по вопросам развития цифровой экономики, несырьевого экспорта и обеспечения кибербезопасности.
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04 Sep 2014

Amphibienflugzeuge für den „fünften“ Ozean"

 

Seit einem Jahrhundert des Wasserflugwesens wurden in unserem Land weltberühmte Flugzeuge entwickelt, deren Eigenschaften durch Dutzende Weltrekorde bestätigt wurden. Durch ihre Produktion hat unser Land die Führerschaft im Wasserflugzeugbau übernommen. Heute werden in Russland moderne Amphibienflugzeuge entwickelt, deren Ausstattung auch in den Unternehmen von Rostec  hergestellt wird.

 Das Wasserflugwesen entstand zu Beginn des letzten Jahrhunderts. Im Laufe von mehreren Jahrzehnten durchschritten die Wasserflugzeuge einen Weg vom Sperrholz-Schwimmerflugzeug zu einem zuverlässigen Flugfahrzeug.

Die Verwendung von Wasserflugzeugen wurde im 20. Jahrhundert durch den Marinegeneralstab Russlands initiiert. Marineleute haben hart gearbeitet, um Piloten auszubilden, neue Wasserflugzeuge zu erwerben und ihren Bau in Russland zu organisieren. Aus diesem Grund, so vermutet man, wird der Prozess der Bewegung von Flugzeugen hierzulande als Luftschifffahrt, der Himmel – als der fünfte Ozean und die  Luftfahrt als Luftflotte  bezeichnet,  in der man maritime Begriffe wie „Navigator“ und „Ruderrad“ verwendet.

Als Gründer des russischen Wasserflugwesens gilt der große Flugzeugkonstrukteur und Flieger Igor Sikorsky, der erstmals in der Welt das zweimotorige Sperrholz-Schwimmerflugzeug „Russkij witjas“ und das viermotorige „Ilja Muromez“ aufsteigen ließ.

1913 erschien in Russland das weltweit erste Wasserflugzeug des Flugzeugkonstrukteurs Dmitri Grigorowitsch. Das war das Flugboot M-1, das erfolgreich im Ersten Weltkrieg eingestzt wurde.

Einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung des Wasserflugwesens hat der  Flugzeugkonstrukteur und Luftfahrthistoriker Wadim Schawrow geleistet. Große Bekanntheit erwarb das von ihm entworfene erste sowjetische Serien-Amphibienflugzeug Sch-2, das bis Mitte der 1960er Jahre betrieben wurde.

Eine wichtige Rolle hat in der Entwicklung des Wasserflugwesens ein weiterer herausragender sowjetischer  Flugzeugkonstrukteur  Georgij Berijew gespielt. Sein erstes hölzernes Wasserflugzeug MBR-2 stieg im Mai 1932 in die Luft auf und war sehr erfolgreich. Das Zentrale Konstruktionsbüro für Wasserflugzeugbau, das von Berijew geleitet wurde, entwickelte das zweimotorige Flugboot Be-6, Amphibienflugzeug Be-8 („fliegendes Taxi“) und 35-Tonnen-Be-12, das 42 Weltrekorde aufgestellt hat. Im Jahr 1983 hat das Konstruktionsbüro das berühmte Amphibienflugzeug A-40 „Albatros“ entwickelt, das 148 Weltrekorde aufgestellt hat. Auf seiner Basis wurde Be-200 - eines der ungewöhnlichsten und vielseitigsten Flugzeuge - erstellt.

Die Grundkonfiguration des Amphibienflugzeuges Be-200 ist ausgelegt, um Waldbrände aus der Luft zu löschen. Sie  erlaubt, Modifikationen für Passagier-und Frachtverkehr, medizinische- und Such-und Rettungsoperationen durchzuführen. Das Flugzeug kann von Land und Wasser abheben und hat nach einer Reihe von bewegungstechnischen Charakteristika keine Analoga in der Welt.

Heute entwickelt der wissenschaftlich-technische Berijew-Flugkomplex in Taganrog die Projekte für zukünftige Riesenamphibienflugzeuge mit einem Startgewicht von mehr als 1000 Tonnen. Darunter ist das vielversprechende Flugzeug Be-2500 „Neptun“ – das größte der jemals konzipierten Wasserflugzeuge  – zu nennen.

Diese Flugzeuge sind in der Lage, die Fracht  und Passagiere über lange Strecken in Höhen und mit Geschwindigkeiten, die typisch für Flugzeuge sind, unter Verwendung der Verkehrsinfrastruktur von Seehäfen zu befördern.

Be-2500 kann auch verwendet werden, um schnelle Landungseinheiten zu befördern,  Rettungsaktionen auf See durchzuführen, mineralische Rohstoffe  im Bereich von Flachseen und Inselgruppen zu gewinnen. Es wird erwartet, dass die Be-2500 auch eine ideale Plattform für die Beförderung von Raumfahrzeugen in die obere Atmosphäre der Äquatorialzone der Erde werden soll.

Ein Layout des Riesenflugzeuges Be-2500 wurde bereits auf der internationalen Ausstellung „Gidroaviasalon“ in Gelendschik präsentiert. In diesem Jahr kann man in der Ausstellung des Konzerns KRET  einen Cockpit-Demonstrator des Be-200 sehen, das im Forschungsinstitut „Awiazionnoje oborudowanije“  entwickelt wurde. KRET  ist für die Zusammensetzung der Avionik auf diesem Flugschiff verantwortlich. Das integrierte System der Be-200-Bordausrüstung hat das Forschungsinstitut für  Luftfahrzeugausrüstung entwickelt, das Teil des Konzerns ist.

Die Holding “Awiazionnoje oborudowanije“  wird von 2014 bis Ende 2015 neue Geräte für das Amphibienflugzeug Be-200 im Wert von rund 43 Millonen Rubel liefern. Die Holding hat einen elektronischen Betriebsregler ERRD-436 für das Zweistromstrahltriebwerk D-436TP entwickelt. Das Gerät gehört zum elektronischen Triebwerk-Ziffernsteuerungssystem mit voller Verantwortung FADEC (Full Authority Digital Engine Control System) und ist ausgelegt, um eine optimale Triebwerkleistung mit minimalem Kraftstoffverbrauch zu halten. Die Auftragssumme von ERRD-436 für ein Amphibienflugzeug beträgt mehr als 8 Millionen Rubel.

Außerdem wird Be-200 mit Zündungskits PWF 11-1 ausgestattet, die das Kraftstoff-Luft-Gemisch in den Brennräumen D-436TP anzünden. Sie wurden im Ufaer wissenschaftlichen Produktionsbetrieb „Molnija“ entwickelt, wie auch der Sauerstoffversorgungsblock BKP-2-2-210 und der Sauerstoffausrüstungsblock BKO-5K, die  der Crew helfen, Sauerstoffmasken während eines langen Fluges zu verwenden,   ind die Sauerstoffmasken für Passagiere MCP-1T, die ein geringes Gewicht haben und in der Lage sind,  einer großen Anzahl von Überdruckzyklen standzuhalten. Die Auftragssumme beträgt rund 25 Millionen Rubel.

Die diesjährige Internationale Ausstellung und wissenschaftliche Konferenz „Gidroaviasalon“ wird vom 4. bis 7. September auf  dem Testgelände des wissenschaftlich-technischen Berijew-Flugkomplexes und im Flughafen Gelendschik stattfinden.

Nach Publikationen auf der Website von KRET